Mensa Juniors Seminarwochenende 2012

Das 6. Mensa Juniors Seminarwochenende fand vom 25. bis 29. Oktober 2012 in Rostock statt.

Das Mensa Juniors Seminarwochenende ist eine Veranstaltung, die sich an intellektuell hochbegabte Jugendliche von 14 bis 19 Jahren richtet. Eine Aufsichtsperson für die minderjährigen Teilnehmer ist vor Ort; es findet aber keine Betreuung rund um die Uhr statt.

In verschiedenen Vorträgen und Workshops wurden den Teilnehmern unterschiedliche Gebiete näher gebracht. Außerhalb der Veranstaltungen bestand die Möglichkeit zum Kontakt und intellektuellen Austausch mit anderen Teilnehmern und den Referenten.

Die Angebote

Die Techniken von Star Trek – werden wir jemals beamen können?

Jeder hat es schon einmal gesehen – Scotty betätigt einen Schalter und prompt wird eine Person oder ein Gegenstand dematerialisiert und an anderer Stelle wieder materialisiert.

Ist es realistisch, dass wir jemals beamen können? Oder uns mit dem Warp-Antrieb mit Überlichtgeschwindigkeit durch das Universum bewegen? In diesem Vortrag wird aufgezeigt, was bereits heute möglich ist, wie man die nötige Rechenleistung zum Beamen berechnet oder wie der Warp-Antrieb funktioniert. Es ist weniger Fiktion dabei als man denkt.

Heureka – Jeder ist ein Think-Tank!

Kreativitätstechniken als Erfolgsfaktor – was wir von da Vinci, Mozart, Edison und Co. lernen können!

Geniale Ideen entstehen nicht einfach so in x-beliebigen Köpfen. Der kreative und oft auch spielerische Umgang mit Themen und Herausforderungen kann – wie so vieles im Leben – trainiert werden. Klar, nicht jeder Musiker wird dann automatisch zum Mozart, nicht jeder Ingenieur zu Edison und nicht jeder Linkshänder zu Leonardo da Vinci. Doch es macht Spaß zu verstehen wie sie tickten und wie wir uns ihnen ein wenig annähern können.

Im Workshop werden wir dann „Kreativunternehmer“ spielen und ungewöhnliche Geschäftsideen als Planspiele entwickeln. Wer weiß, vielleicht lassen sich einige davon ja auch in der Realität umsetzen.

Historisches Arbeiten

Wie finden Historiker zu ihren Erkenntnissen? Wie kann ich an alte Information kommen, z.B. über eine bestimmte Familie? Wie helfen mir dabei die vielen Kilometer von Dokumenten in den unterschiedlichen Archiven? Wie komme ich an diese Dokumente heran? Was für Probleme gibt es, und welche Hilfsmittel stehen zur Verfügung? Wir versuchen, diese Fragen zu beantworten.

Kann man die Zukunft vorhersagen?

Wir können ausrechnen, wann der Mars die Erde das nächste Mal überholen wird. Es wäre uns nicht möglich, sichere Autos zu bauen, wenn wir nicht vorher einschätzen könnten, was passieren kann, wenn es zu einem Unfall kommt.

Doch wann es zu einem Stau kommen wird, das wissen wir nicht vorher. Wieso sind wir sicher, dass die Erde sich weiter erwärmen wird, können aber das Wetter der kommenden Woche nicht zuverlässig vorhersagen? Wie ist es denn nun mit der Zukunft: Kann man wissen, was kommt oder nicht?

Kreativität als Wirtschaftsfaktor – Life as Constant Change

Seit einigen Jahren entdecken Wirtschaftswissenschaftler, Politiker und Soziologen die sogenannte "kreative Klasse". Im postindustriellen Zeitalter sind Kultur und Kreativität mittlerweile eine der wichtigsten wirtschaftlichen Triebfedern.

Städte und Regionen bemühen sich um die jungen, hippen und innovativen Unternehmensgründer oder Arbeitnehmer, deren Lebensläufe häufig ungewöhnlich sind: Eine neue Bohème entsteht, die sich den demografischen Alterungs- und Schrumpfungsprozessen entgegenstellt. Im Vortragsteil stellen wir die wichtigsten Trends und aktuelle Forschungsansätze vor, klären Begriffe und öffnen euch so vielleicht auch neue berufliche Horizonte.

Lesen alter Texte und Handschriften

In diesem Workshop beschäftigen wir uns mit verschiedenen Beispielen älterer – vornehmlich deutscher – Schriftstücke, die für den heutigen Leser auf Grund der anderen Schrift schwer zu entziffern sind. Auf diese Weise soll ein erster Einstieg in die umgangssprachlich so genannte „alte deutsche Schrift“ ermöglicht werden bzw. eine Vertiefung von Grundkenntnissen. Außerdem werden allgemeine Techniken zum leichteren Entziffern vermittelt, die auch bei heutigen Schriftstücken hilfreich sein können.

Triumph des Wissens

Wissen ist Macht. Dieser Aphorismus umschreibt unsere gesamte Zivilisation. Unser Wissen hat uns zum Mond gebracht, die Welt vernetzt und die Pockenkrankheit ausgerottet. Die Wissenschaft und ihre Anwendungen bestimmen nicht nur, wer die Macht auf diesem Planeten hat, sie haben auch unsere gesamte Gesellschaft auf eine Weise geformt, die den wenigsten von uns bewusst ist. Wir sind zur Wissenschaftlichkeit verdammt – selbst dort, wo die Wissenschaftlichkeit verdammt wird.

Warum gibt es richtig und falsch? – Die Wissenschaft von Moral und Ethik

Warum haben Menschen einen universellen Moralsinn? Wieso wissen auch Piranhas, dass Mord falsch ist? Und wieso ändern sich unsere Werte dennoch ständig?

Der Vortrag wird nicht davon handeln, wie wir handeln sollen, aber er soll wichtiges Grundwissen dazu vermitteln, also Erkenntnisse, auf denen wir unsere Wertevorstellung aufbauen sollten. Und er wird darlegen, wieso Menschen und viele andere Spezies über ein soziales Miteinander verfügen und wie ihre Verhaltensnormen zustande kommen.

Empirische Verfahren in den Sozialwissenschaften

Egal ob Sonntagsfrage, Marktforschung oder Psychologie – Sozialwissenschaftler sind auf empirische Methoden angewiesen, um Datensätze zu erhalten, mit deren Hilfe sich dann Hypothesen und Theorien aufstellen, prüfen und stützen lassen.

Dieser Vortrag soll einen kurzen Überblick über die Methoden geben, die der empirischen Sozialforschung zur Verfügung stehen und was bei der Durchführung einer Untersuchung beachtet werden muss, um praktisch nutzbare und valide Ergebnisse zu erhalten.