Mensa Juniors Sommercamp 2011

Die Sommercamps 2011 fanden vom 23.07. bis zum 30.07.2011 und vom 31.07. bis zum 07.08.2011 in Solingen-Burg statt.

Die Projekte der 1. Woche

Brettspiele erfinden

Was passiert alles bis es heißt: „Vorhang auf, das Spiel beginnt.“ Um diese Frage dreht sich das Projekt „Spiele erfinden“. Neben etwas Theorie finden wir die Antwort auf unsere Frage am besten, indem wir es einfach ausprobieren. Ich hoffe, ihr kommt mit einer großen Portion Ideen und viel Spaß am Spielen!

Datenbanken

Wenn man bei einer Bank Geld abhebt, eine Verbindung für eine Zugfahrt heraussucht, in der Bücherei ein Buch ausleiht oder in einem sozialen Netzwerk nach alten Bekannten sucht, macht man sich meist keine Gedanken darüber, was im Hintergrund abläuft. Jedes Mal greift man unbewusst auf riesige Datenbanken zu, welche die nötigen Informationen bereithalten, um einen möglichst reibungslosen Alltag zu ermöglichen. Im Laufe der Woche wollen wir einerseits die Technik betrachten, die als Grundlage für die Datenbanken dient. Dabei können in Gruppen kleine Modelle selber entworfen und getestet werden. Andererseits soll auch die aktuelle Diskussion über Fluch und Segen der Möglichkeiten, die Datenbanken bieten, im Zusammenhang mit Unternehmen wie Facebook oder Google („Datenkrake“) einbezogen werden.

Für dieses Projekt brauchen wir ausreichend Computer – wer einen Laptop besitzt, wird darum gebeten, ihn mitzubringen.

Debattieren

Debattieren – das kennt jeder von uns. Ob mit den Geschwistern streiten, den Lehrer überzeugen wollen oder in einer Diskussion den eigenen Standpunkt behaupten. Doch hinter dem Debattieren als eigene sportliche Disziplin steckt viel mehr: Basierend auf Regeln und Bewertungen kann die Debatte auch auf Wettkämpfen und Meisterschaften ausgetragen werden. Dazu gehört, ein kontroverses Thema zu präsentieren, überzeugende Argumente zu finden und zu vermitteln, Gegenargumente auszustechen und auf Unterbrechungen seitens der Gegenpartei zu reagieren – und das alles nach nur kurzer Vorbereitungszeit. Wer Spaß am Diskutieren und Argumentieren hat, ist in diesem Projekt genau richtig.

Movies in English

You love movies, but are you sick of horrible dubbing, tacky voiceovers and meanings that get lost in translation? This project will find us watching movies in the original language, i.e. all kinds of English, and discuss them afterwards. Reasonably good English is a must, and a passion for movies is also helpful.

We will start with something easy to understand and move on to the heavier stuff as the week goes by. Learn English outside the classroom and enjoy improving your language skills.

All movies will be FSK 12, so everyone can enjoy this project.

Kunst, Kultur und Geschichte in Solingen

Geschichte und Kultur muss nicht nur trocken sein. Um uns herum kann man genug finden, was uns ermöglicht diese „anzufassen“. Damit ist nicht nur die Burg gemeint, in der wir unsere Woche verbringen, denn Solingen hat viel mehr zu bieten – neben den üblichen Verdächtigen wie einem Kunstmuseum gibt es hier z.B. ein Laurel & Hardy-Museum sowie eines über Produktpiraterie. Damit dieses Projekt für alle teilnehmenden Personen interessant ist, sollen sich die Inhalte nach euren Interessen richten.

Musik als Medium

Musik bildet einen wichtigen Bestandteil unseres Lebens. Ob wir wollen oder nicht, werden wir mit Musik beschallt oder setzen uns dieser selbst aus. In diesem Projekt soll das Medium Musik auf verschiedenen Ebenen interpretiert werden – Melodie, Text, Video. Dementsprechend sind Vorschläge der Teilnehmer, welche Musikrichtungen und Interpreten behandelt werden sollen, äußerst wichtig (diese werden nach der Einteilung in Projekte erfragt).

Darüber hinaus sind aber auch noch andere Auseinandersetzungen mit dem Thema „Musik“ geplant.

Philosophie – die Vorsokratiker

Auch wenn Sokrates die prägende Figur der abendländischen Philosophie war, so gab es doch schon vor ihm Denker, deren Ansätze man als die Anfänge der bekannten europäischen Philosophie ansehen kann. Diese Philosophen mit ihren zum Teil sehr gegensätzlichen Thesen fasst man unter dem Begriff „Vorsokratiker“ zusammen. Viele ihrer Thesen werden in unserer naturwissenschaftlich geprägten Zeit als überholt angesehen (z.B. Naturphilosophie). Die Vorsokratiker haben sich aber auch mit grundlegenden Fragen beschäftigt, die nach wie vor zu den Themen der modernen Philosophie zählen.

Wir werden uns mit einigen dieser Denker und ihren Thesen beschäftigen und wollen euch dabei an das Arbeiten mit und das Diskutieren über philosophische Texte heranführen. In diesem Kurs werden andere Philosophen behandelt als im gleichnamigen Projekt des Ostercamps 2011.

Spiele programmieren

In diesem Kurs werden die Grundzüge des Programmierens vermittelt, d.h. ihr lernt wie man Computerprogramme schreibt. Im weiteren Sinne versteht man unter Programmieren auch alles, was mit der Programmerstellung verbunden ist, insbesondere den konzeptionellen Entwurf, bei Spielen ist das z.B. das Game Design (Aufbau des Spiels, Story, Charaktere, Level etc.).

Die Spieleentwicklung wird dann auch den Hauptteil der Zeit in Anspruch nehmen. Dabei ist vom simplen Tetris über kleine Shooter/Rollenspiele bis hin zu einem großen Gruppenprojekt alles möglich.

Einfache Spiele werdet ihr dann selbst programmieren können, für die komplexeren stelle ich euch ein Grundgerüst zur Verfügung, mit dem wir auf Wunsch ein großes Gemeinschaftsprojekt erstellen können.

Wissenschaftsphilosophie

Vor 3000 Jahren wusste jeder Mensch, dass die Erde flach ist. Vor 1000 Jahren wusste jeder, dass die Erde der Mittelpunkt des Universums ist. Heute weiß jeder, dass sich das Universum ausdehnt. Was werden wir wohl morgen wissen? Und woher wissen wir das alles überhaupt?

Wissenschaftsphilosophie bewegt sich auf der Schnittfläche zwischen Wissenschaft und Philosophie. Sie beschäftigt sich damit, wie wir eigentlich Wissen erlangen können, ob wir dieses Wissen anstreben sollten und was wir damit tun sollten. Was ist Wissenschaft, und was ist Unfug? Welche Schlussfolgerungen können wir aus dem wissenschaftlichen Weltbild ziehen? Wie weit ist Forschung ethisch vertretbar? Welchen Einfluss hat der technische Fortschritt auf unsere Gesellschaft?

Über diese und andere Fragen wollen wir fundiert diskutieren.

Die Projekte der 2. Woche

Denken - Ein Rundgang

In diesem Projekt soll über das Denken nachgedacht werden. Hierfür sind sowohl die Vermittlung von Grundlagen als auch das Einüben geeigneter Techniken vorgesehen. Bei entsprechenden Interessen sind natürlich verschiedene Schwerpunkte möglich, z.B. die folgenden:

  • Biologische und psychologische Grundlagen
  • Gedächtnis
  • Denken und Fühlen
  • Konvergentes und divergentes Denken
  • Kreativität

Einführung in die Welt der Rollenspiele

Wir alle beschäftigen uns mit fiktiven Charakteren – sei es in einem Buch, einem Film oder einem Videospiel. So schön diese Hobbys auch sein können, so bestehen sie doch meist aus reinem Konsum – selbst in Videospielen gibt es trotz aller Freiheit nur eine beschränkte Anzahl von Aktionen. Im Rollenspiel geht es hingegen darum, gemeinsam eine Geschichte zu „erzählen“: In einem interaktiven, hoch kommunikativen Prozess bewegen sich die Charaktere der Spieler in einer Welt und haben mit unterschiedlichen Problemen zu kämpfen, die auf unterschiedlichste Weise bearbeitet werden können. Mit dieser Grundidee und diversen Spielsystemen wollen wir uns hier beschäftigen. Das Projekt richtet sich an Teilnehmer, die keine oder kaum Erfahrungen mit RPGs gesammelt haben.

Lüg mich an!

Wir alle lügen je nach Quelle durchschnittlich 50 bis 200 mal pro Tag, aber wir erkennen es bei anderen nicht immer und glauben vieles, was gelogen ist. Paul Ekman hat versucht, das zu ändern. Mithilfe von Mikroausdrücken im Gesicht, die verborgene und unterdrückte Emotionen zeigen, lässt sich meistens sagen, ob die Wahrheit gesagt wurde oder ob die Aussage gelogen ist. In diesem Projekt versucht ihr, die Mikroausdrücke im Gesicht zu lesen und anhand von Emotionen und Körpersprache herauszufinden, ob er oder sie denn die Wahrheit spricht.

Kunst, Kultur und Geschichte in Solingen

Geschichte und Kultur muss nicht nur trocken sein. Um uns herum kann man genug finden, was uns ermöglicht diese „anzufassen“. Damit ist nicht nur die Burg gemeint, in der wir unsere Woche verbringen, denn Solingen hat viel mehr zu bieten – neben den üblichen Verdächtigen wie einem Kunstmuseum gibt es hier z.B. ein Laurel & Hardy-Museum sowie eines über Produktpiraterie. Damit dieses Projekt für alle teilnehmenden Personen interessant ist, sollen sich die Inhalte nach euren Interessen richten.

Musik als Medium

Musik bildet einen wichtigen Bestandteil unseres Lebens. Ob wir wollen oder nicht, werden wir mit Musik beschallt oder setzen uns dieser selbst aus. In diesem Projekt soll das Medium Musik auf verschiedenen Ebenen interpretiert werden – Melodie, Text, Video. Dementsprechend sind Vorschläge der Teilnehmer, welche Musikrichtungen und Interpreten behandelt werden sollen, äußerst wichtig (diese werden nach der Einteilung in Projekte erfragt).

Darüber hinaus sind aber auch noch andere Auseinandersetzungen mit dem Thema „Musik“ geplant.

Sprache und Sprachphilosophie

In diesem Projekt beschäftigen wir uns mit der Frage, wie Sprache und Denken sowie Sprache und Kultur miteinander zusammenhängen, wo die Grenzen der Sprache liegen und wie sich Sprache beim Menschen entwickelt.

Vorkenntnisse sind nicht nötig - mitgebracht werden muss Freude am Diskutieren und die Bereitschaft, sich auch mit etwas längeren Texten auseinanderzusetzen.

UN/MUN

Was ist die UN? Was tut Sie und wieso? Und was ist eigentlich eine MUN? Damit möchten wir uns in diesem Projekt näher beschäftigen. Dabei sehen wir uns zunächst die UN (United Nations) mit ihren Organen sowie ihren Rechten und Pflichten an.

Danach möchten wir selber aktiv werden. Im Rahmen einer kleinen, eigenen MUN (Model United Nations, also eine meist von Schülern und/oder Studenten nachgestellte UN) werden wir eine Debatte nach dem Vorbild der UN führen.

Verhaltensökonomie und Verhaltensökologie

Soll ich meine Wohnung selbst streichen? Oder lieber einen Maler damit beauftragen? Soll ich den Nachmittag besser verbringen, meine Hausaufgaben zu machen, oder lieber Computer spielen? Soll ich teure Schuhe kaufen, die lange halten? Oder besser billige, die aber früher kaputt sind?

Das sind ökonomische Fragen.

Wenn es kalt ist, muss man sich schützende Kleidung anziehen. Man muss sich ans Klima anpassen. Sonst geht es einem schlecht. Wenn man sich gut mit Menschen verstehen möchte, muss man sich an ihre Empfindungen anpassen. Sonst bleibt man alleine.

Das sind ökologische Fragen.

Zufall und Chaos

„2,2% der deutschen Bevölkerung sind hochbegabt“, „jedes zehnte Los gewinnt“ und „hier kommt die Wettervorhersage für die kommende Woche“. Überall begegnen uns Stochastik und Zufall und jeder hat nur zu gut ein Gefühl dafür entwickelt, was er aus Statistiken liest und wie sehr er sich auf Wettervorhersagen verlässt. Trotzdem sind Zufall, Stochastik und Chaos Themen in Mathematik, Physik und Philosophie, an denen noch heute unermüdlich geforscht wird. Das Unvorhersagbare vorherzusagen ist Ziel dieser Bemühungen. Warum fällt es so schwer, Zufall und Chaos zu erforschen? Wir wollen der Sache auf den Grund gehen und das weite Anwendungsgebiet von Zufall und Chaos in den Naturwissenschaften kennenlernen.