Mensa Juniors Sommercamp 2014

Die Sommercamps 2014 fanden

  • vom 02.08. bis 09.08.2014 und
  • vom 10.08. bis 17.08.2014

in Bremerhaven statt.

Die Sommercamps sind – wie alle unsere Camps – Projektcamps für hochintelligente Kinder und Jugendliche von 12 bis 17 Jahren.

Bitte beachten Sie auch unsere häufigen Fragen, dort ist auch eine Kontaktadresse angegeben.

Die Projekte der 1. Woche

Du kannst nichts dafür!

Täglich werden unzählige Verbrechen begangen und Menschen verhaftet. Doch wer trägt Schuld am verursachten Leid? Sind es die Eltern, weil sie ihre Kinder schlecht erzogen haben? Sind es die Gene, für die kein Mensch etwas kann, oder gibt einfach böse Menschen? In diesem Projekt werden wir uns mit diesen und vielen ähnlichen Fragen befassen. Hierbei werden wir auch auf den freien Willen eingehen und intensiv diskutieren.

Euro-Politik

In diesem Projekt werden wir uns mit der Währungspolitik in Europa beschäftigen und ausgewählte Sachverhalte diskutieren. Wir überlegen beispielsweise gemeinsam, welche Vor- und Nachteile eine Währungsunion mit sich bringt, und was für Folgen es für Deutschland hat, wenn ein weiteres Land der Währungsunion beitritt. Nach der Erklärung, was Euro-Bonds sind und wie sie funktionieren, versuchen wir herauszufinden, warum sich Kanzlerin Merkel bislang gegen deren Einführung wehrt. Außerdem betrachten wir einige Hintergründe zur„ großen Finanzkrise“ 2009 und stellen im Nachhinein fest, wie es überhaupt dazu kommen konnte.

Warum kommt die Bahn zu spät?

Das weiß man nie so ganz genau. Mal ist es ein „Personenschaden“, mal eine „Störung im Betriebsablauf“. In so einem Moment steht man dann am Bahnsteig, hört sich die Durchsage an und schaut noch einmal ungläubig auf die Fahrgastinformation. Tatsächlich, der Zug von Frankfurt nach Oldenburg hat heute 60 Minuten Verspätung, die Wagenreihung ist umgekehrt, und der Zug soll nun auf einem Gleis am anderen Ende des Bahnhofs einrollen. Na toll!

Warum das so ist, was die Bahn im Hintergrund macht, damit man doch noch pünktlich ankommt, und wie man reagiert, wenn bei Unwetter kein Zug fährt, schauen wir uns in diesem Projekt an.

Camp-Zeitung

Ihr habt Lust, eure eigene Zeitung zu entwickeln? Dann seid ihr in diesem Projekt genau richtig. Ich brauche kreative Köpfe, die die Herausforderung annehmen wollen, ein komplettes Zeitschriftenkonzept in Teamarbeit auszuarbeiten und fertig zu stellen. Von der Namensfindung über die Artikel bis hin zum Layoutkonzept ist alles möglich, und der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

Falls ihr also gerne schreibt, recherchiert, organisiert oder einfach mal sehen möchtet, wie man ein professionelles Layout erarbeitet, freue ich mich schon auf euch.

Charaktere erschaffen

Ob in Romanen, in Comics, in Rollenspielen oder in Filmen, an vielen Stellen in der Welt der Unterhaltungsmedien begegnen wir Figuren; zu einigen bauen wir eine emotionale Bindung auf, andere verabscheuen wir. Doch was macht einen gelungenen Charakter eigentlich aus? Gibt es überhaupt eine Faustregel, mit der man fiktive Charaktere zum Leben erweckt und sogar dazu bringt, die Leser, Zuschauer, Mitspieler etc. emotional zu berühren? In diesem Projekt wollen wir uns genau diesen Fragen widmen und selbst versuchen, solche Figuren zu erschaffen und in Szene zu setzen. Ob wir nun eine Kurzgeschichte schreiben, ein Rollenspiel daraus machen oder einen Comic zeichnen, ist uns selbst überlassen.

Gedächtnis: Wer bin ich? – und wenn ja, wie viele?

Wie viele verschiedene Gedächtnisarten gibt es? Wenn man immer nur am letzten Tag vor der Klausur lernt, hat man dann kein Langzeitgedächtnis? Das Kurzzeitgedächtnis und das Langzeitgedächtnis sind ja bekannt, aber was ist denn ein Arbeitsgedächtnis, und wann nutzen wir es?

Wir werden zusammen diesen Fragen nachgehen und zusätzlich noch das einige Phänomene betrachten, durch die uns unser Gedächtnis austrickst und ein paar Möglichkeiten finden, es zu überlisten.

Wasser-Fridges

Wir leben uns in eine Grundhaltung fernöstlicher Spiritualität ein – die Philosophie des Wassers. Wasser ist weich, sodass es sich an jeden Gegenstand anschmiegt, gleichzeitig aber hart genug, Steine zu schleifen. Wasser ist flexibel, sodass es jede Form annehmen kann, bleibt dabei aber immer unverkennbar. Wasser ist schwach und gleichzeitig stark, denn es ist tiefliegend und sucht sich stets den einfachsten Weg.

Wasser ist eine Lebenshaltung. Aufwachsend üben wir uns in deutsch-christlichen Werten und Verhaltensweisen. Alternativen begegnen uns meist durch Zufall. Dieses Projekt ist ein Zufall.

Spieldesign

Spiele beschäftigen Menschen seit jeher. Und sie sind nicht bloß sinnloser Zeitvertreib, sie können alle möglichen Fähigkeiten fördern und bieten Gelegenheiten, sich selbst und andere besser kennen zu lernen.

Wir spielen und untersuchen die verschiedensten Karten- und Brettspiele und auch Denkspiele, die gar keine Utensilien brauchen. Hier ist mathematische Spieltheorie ebenso wichtig wie Psychologie. Wir versuchen, Muster zu finden und zu verstehen, aus welchen Elementen man Spiele konstruieren kann. Ich möchte euch ermutigen, genau das auch selbst zu tun, das bringt nämlich mindestens genauso viel Spaß wie das Spielen an sich!

Die Projekte der 2. Woche

Grundfragen der Erkenntnistheorie

Was können wir wissen? Was ist überhaupt Wissen? Wozu brauchen wir Wissen, reicht nicht Glaube oder Meinung? Diese und weitere Fragen stellt sich die Erkenntnistheorie seit über 2500 Jahren, und jede Antwort wirft neue Fragen auf, die Debatten werden immer komplizierter und die Argumente subtiler. In unserem Projekt werden wir anhand von Originaltexten (von Platon über Descartes bis heute) einige der wichtigsten und interessantesten erkenntnistheoretischen Probleme erarbeiten und Lösungsansätze diskutieren.

Trantonne, Teertonne, Trantonne, Teertonne, …

Sagt das mal ganz schnell hintereinder. Na, wem rutscht zuerst die Teertronne raus? In diesem Projekt befassen wir uns mit der Kunst des Sprechens. Wir tun es zwar jeden Tag, warum ist es also eine Kunst? Naja, einerseits tun wir es jeden Tag, aber sprechen wir denn immer gleich, und kommt es nicht oft genug zu Missverständnissen? Was ist Pacing oder Leading? Wie verhalte ich mich bei wichtigen Gesprächen, worauf sollte ich generell achten, um Missverständnisse zu vermeiden? All dies klären wir. Ich möchte euch professionelle Gesprächsführung und Rhetorik nahelegen. Wir werden Videoanalysen machen, ein paar Rollenspiele spielen, Quatsch-Reden halten, eine Menge Spaß haben und vielleicht auch etwas lernen.

Welten erschaffen

Seien es nun Bücher, Filme oder Spiele, viele Geschichten spielen in ihrer eigenen Welt, mit den verschiedensten Rassen, Sprachen und Regionen.

Wir werden uns überlegen, wie man eigene Welten erschafft und ihnen Leben einhaucht. Seien es kleine Dörfer, große Länder oder sogar ganze Planeten und Sonnensysteme, unserer Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. Unsere so erschaffenen Welten werden wir schließlich bevölkern, Jahrtausende ihrer Entwicklung beobachten und mit einer Vielzahl an Geschichten füllen.

Rap ist leicht!

„Du musst grade mal bis 4 zähl´n, und du kannst die unmöglichsten Dinge passier´n seh´n!“ haben Megaloh und Max Herre schon gesagt. Und sie haben recht! Alles was man für Rap braucht, ist ein Takt oder Beat und dazu ein mitreißender Text. Wir werden Beatboxing ausprobieren und damit experimentieren sowie Beats kreieren. Aber ein Beat allein macht noch keinen Rap. Also möchte ich mit euch Texte schreiben, die auf die Beats passen.

Analysieren, Argumentieren, Debattieren

Das Projekt richtet sich an alle, die Spaß am Diskutieren haben. Ein Hauptbestandteil werden Debatten nach den Regeln von „Jugend debattiert" sein. Um das Ganze abzurunden, sollen Techniken zur Analyse und nicht zuletzt zum Aufbau von Argumenten ausprobiert werden.

Bei entsprechendem Interesse kann auch noch auf Aspekte der Kommunikationspsychologie oder auf historische Reden und deren Interpretation eingegangen werden.

Das Leben selbst beSTIMMEn

„Das ist doch irgendwie nicht stimmig.“ Unsere Stimme ist ein komplexes System. Sie ist uns von Geburt an gegeben, ist unsere erste Möglichkeit, der Welt etwas mitzuteilen. Aber wie funktioniert unsere Stimme eigentlich? Und was können wir mit ihr bewirken und erreichen? In diesem Projekt wollen wir uns zuerst theoretisch, dann sehr praktisch mit der eigenen Stimme und ihren Möglichkeiten beschäftigen. Je nach Zusammensetzung der Gruppe können dabei individuelle Vorlieben berücksichtigt werden (eher Rhetoriktraining, eher Gesang oder etwas ganz anderes?). Ich bin gespannt, mit welchen Vorstellungen und Ideen ihr in dieses Projekt kommt und was wir gemeinsam daraus machen können.

Mangas zeichnen

In diesem Projekt werden wir uns damit befassen, wie Mangacomics entstehen und auch selbst welche erstellen. Wir werden einen Einblick in die japanische Kultur gewinnen, aus der sie stammen und erfahren, wie Mangas ursprünglich entstanden sind. Des Weiteren werden wir den für Mangas typischen Zeichenstil untersuchen, üben und anwenden. Um das Ganze abzurunden, werden wir uns auch mit den Themen bekannter Mangas und Animes auseinandersetzen, um Ideen für unsere eigenen Werke zu finden. Das Ziel des Projektes wird es sein, selbst kurze Mangas zu entwerfen und zeichnerisch umzusetzen.

Glück

Als Teil der neuen Fachrichtung „positive Psychologie“ ist Glück einer der beliebtesten neuen Forschungsbereiche unserer Zeit. Anstatt sich damit zu beschäftigen, was für psychische Probleme der Mensch hat, wie es bei der herkömmlichen Psychologie üblich ist, setzt die positive Psychologie an einer neuen Stelle an. Man versucht herauszufinden, was den Menschen glücklich macht und wie man das eigene Glück beeinflussen kann. Wissenschaftler fanden heraus, dass das eigene Glücksgefühl von drei Hauptfaktoren festgelegt wird: Den Genen, den Umständen und den Absichten.